{"id":897,"date":"2012-12-20T10:22:48","date_gmt":"2012-12-20T10:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ferienlager-stjosef.de\/?page_id=897"},"modified":"2013-11-07T13:36:13","modified_gmt":"2013-11-07T13:36:13","slug":"30-jahriges-jubilaum-2012-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ferienlager-stjosef.de\/?page_id=897","title":{"rendered":"30 J\u00e4hriges Jubil\u00e4um 2012"},"content":{"rendered":"ngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Es war einmal vor 30 Jahren in einer kleinen Westf\u00e4lischen Stadt namens Borken. Genauer gesagt im Jahr 1982 in der damaligen Pfarrgemeinde St. Josef. Eine kleine Gruppe von Jugendlichen um Pastor Schaffers gr\u00fcndet ein Ferienlager. Mit Privatwagen und geliehenen Zelten geht es nach Giershagen um dort einige sonnige Tage in den Sommerferien zu erleben &#8230;<\/em><\/p>\n<p>So beginnt sie, die Geschichte des &#8222;Jugendlager St. Joseph&#8220;, wie es damals hei\u00dft. Knapp 30 Jahre sp\u00e4ter ist aus der Gruppe ein Betreuerteam von gut 20 Personen geworden, aus den Privatwagen ein LKW und aus den geliehenen Zelten wurden selbst beschafftes Inventar. <strong>Im Jahr 2012 wurde das Ferienlager St. Josef 30 Jahre alt<\/strong>! Gefeiert wurde das mit einer gro\u00dfen Jubil\u00e4umsparty f\u00fcr alle ehemaligen Betreuer im wei\u00dfen Riesen am Pfarrheim St. Josef. Neben allerlei Geschichten und Anekdoten gab es nat\u00fcrlich viele alter Bilder von 1982 bis heute. Was in 30 Jahren so alles zusammengekommen ist, l\u00e4sst sich schwer in Worte fassen. Da gibt es nat\u00fcrlich die ganz pers\u00f6nlichen Highlights von der Kuhherde die den Zeltplatz \u00fcberrent bis zum &#8222;besten Lagerjahr \u00fcberhaupt&#8220;. Einige der Geschichten und Bilder haben wir in einer Jubil\u00e4umszeitung gesammelt die man sich in der <a title=\"Jubil\u00e4umszeitung\" href=\"https:\/\/ferienlager-stjosef.de\/?page_id=11\">Mediathek<\/a> herunterladen kann. Nachfolgend einige Textausschnitte aus den Artikeln der Jubil\u00e4umsausgabe, die kompletten Texte finden sich in der PDF-Datei.<\/p>\n<h5>Von Bob Dylan und der Freiheit<\/h5>\n<p><strong>\u201eThe Times They are a-changing\u2026\u201c \u2014 Wenn ich an meine Zeit im Ferienlager St. Josef zuru\u0308ckdenke, erinnere ich mich an diesen Song von Bob Dylan: Oft klang das Lied von Freiheit u\u0308ber unsern Zeltplatz. <em><br \/>\nVon Matthias \u201eMawi\u201c Winter<\/em><\/strong><\/p>\n<div>Mal mit dem Kumpel Jimmy mehr schlecht als recht, aber daf\u00fcr mit jeder Menge Hingabe, auf der Gitarre am Lagerfeuer intoniert, aber auch in ruhigen Momenten, im Hintergrund tiefsinniger, n\u00e4chtlicher Gespr\u00e4che leise aus den Boxen im Leiterzelt in die Stille flie\u00dfend, begleitete mich der Song durch viele der nunmehr zwanzig Jahre, die ich \u201emeinem\u201c Ferienlager in vielen Rollen die Treue bis heute halte: als Gruppen- oder Freizeitleiter, K\u00fcchenmann oder Ersatzfahrer, oder einfach auch nur als Ehemaliger, den die Leidenschaft zu Zelten, Lagerfeuer, der Leiterrunde und den Grumis bis heute in ihrem Bann h\u00e4lt. \u201eThe Times They are a-changing\u201c \u2014 der Songtitel kann als \u00dcberschrift auch ein wenig den Weg nachzeichnen, den das Ferienlager St. Josef in seinen 30 Jahren bis zum heutigen Tag beschritten hat.<br \/>\nWer einmal nur an den strukturellen Wandel denkt, den unsere Gemeinde St. Josef in dieser Zeit durchlebt hat, wer die gravierenden Ver\u00e4nderungen im Leben von Kindern und Jugendlichen, in ihrem Schulalltag und der Freizeitgestaltung in den Blick nimmt, wer auf die revolution\u00e4re Entwicklung der Technik und der Kommunikationsmedien schaut, sieht schnell ein, dass ein Nachzeichnen des Wandels durch all die Jahre den Rahmen eines jeden Vorwortes sprengen w\u00fcrde. Einige Gegen\u00fcberstellungen sollen ihn dennoch an dieser Stelle kurz verdeutlichen (und sie tun dies hoffentlich ohne, dass ich in den Verdacht gerate, ein Nostalgiker zu sein): Gen\u00fcgte noch 1993 dem Lager ein geliehener PKW-H\u00e4nger f\u00fcr den Transport des gesamten Materials, \u00fcbersteigt es seit einigen Jahren bei weitem die Grenze, die als Zuladung f\u00fcr einen 7,5-Tonner-LKW zu Schultern w\u00e4re.In dem gro\u00dfen Zelt, wo fr\u00fcher 50 Kinder und ihre Betreuer bei Regenwetter a\u00dfen und das muntere Lagerprogramm f\u00fcr gute Laune sorgte, steht nun allj\u00e4hrlich ein mit Pr\u00e4zision durchgeplantes System von Kisten mit den unterschiedlichsten Werkzeugen, Bastelmaterialien, Kost\u00fcmen, Medien und vielem mehr, das f\u00fcr ann\u00e4hernd jede Situation schnell eine L\u00f6sung aus dem riesigen Fundus bereit h\u00e4lt.Waren in den Neunzigern die Abendshows noch von dem zischenden Ger\u00e4usch der Gasfunzeln und dem einzigartigen Sound eines Phillips-Br\u00fcllw\u00fcrfels mit Billig-Mikro gekennzeichnet, werden heute f\u00fcr fast jeden Programmpunkt eigene Installationen mit aufwendigen Aufbauten und Beamer-Einspielungen vom PC genutzt. Die Beispiele lie\u00dfen sich endlos fortsetzen\u2026 (&#8230;)<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<h5>Seit 30 Jahren bei der Zeltstange<\/h5>\n<p><strong>Anfang der 1980er Jahre. Irgendwo in einer kleinen Stadt im M\u00fcnsterland entsteht bei Pastor Schaffers und einem jungen Team die Idee, ein Ferienlager zu organisieren: Wie vor drei\u00dfig Jahren die Geschichte des Lagers begann.<br \/>\nVon Simon Schwerhoff<\/strong><\/p>\n<p>Vor dreissig Jahren fuhr eine kleine Schar von Jungs nach Giershagen im Sauerland um das Naturerlebnis Zelten zu erleben. Anfangs mit Privatwagen und zusammengeliehenen Zelten der KJB Burlo beginnt die Geschichte des \u201eJugendlagers St. Joseph&#8220;, wie es damals hei\u00dft. Schnell ist klar: N\u00e4chstes Jahr machen wir es wieder! Es folgt ein M\u00e4dchenlager und somit fahren bis zur Zusammenlegung im Jahr 1987 zwei Lager unter der St. Josef Fahne quer durch die Republik. Was folgt ist das &#8222;Ferienlager St. Josef f\u00fcr Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren&#8220;. Bis zu 70 Kinder sind seitdem jedes Jahr mit uns unterwegs. Bis auf einen Ausflug auf die Niederl\u00e4ndische Insel Ameland (Ort Buren) im Jahr 1987 f\u00e4hrt das Lager j\u00e4hrlich einen anderen Platz an. Die Ziele sind dabei von Nord bis S\u00fcd \u00fcber ganz Deutschland verteilt: Von Bar\u00dfel bei Oldenburg bis Wolfach in Baden-W\u00fcrttemberg waren viele Zeltpl\u00e4tze dabei. Als Pastor Schaffers seine ehrgeizige Idee 1982 in die Tat umsetzte, h\u00e4tte er wohl nicht gedacht dass das Ferienlager einmal solche Dimensionen annehmen w\u00fcrde wie heute. Mittlerweile besitzen wir mehr als 25 Zelte (1988 wurden erstmals eigene Zelte angeschafft), ein riesiges Mannschaftszelt (wei\u00dfer Riese) und leihen uns f\u00fcr jedes Lager einen LKW, um den Inhalt des Lagerkellers zum Platz zu transportieren.<\/p>\n<p>In all den Jahren kommen nat\u00fcrlich so einige Geschichten zusammen. Jeder Grumi und jeder Leiter kann mehr als ein Highlight aufz\u00e4hlen. Ob Bj\u00f6rn BOR-NE, der lagereigene Transporter mit fragw\u00fcrdigem T\u00dcV-Siegel oder der fast schon legend\u00e4r schreckliche Highday, der bis ins Jahr 2000 im Programm war. Dabei wurde man doch glatt einfach irgendwo ausgesetzt und musste mit seiner Spielgruppe einige Kilometer zur\u00fcck zum Zeltplatz laufen \u2013 f\u00fcr die meisten Grumis heute unvorstellbar.<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre kommt einiges an Ritualen und Traditionen zusammen, die die Gemeinschaft und das &#8222;Lagergef\u00fchl&#8220; ausmachen. Das ist auch der Grund, warum es immer wieder ganze Betreuer-, und Grumigenerationen gibt, die dem Lager oftmals \u00fcber Jahre die Treue halten. Nicht selten ist dabei der Sprung vom Grumi zum Betreuer Standard.<\/p>\n<p><strong>1996 \u00fcberrennt eine wilde kuhherde den Zeltplatz<\/strong><\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu den Geschichten: 1996 \u00fcberrannte in Neuenheerse eine wilde Kuhherde den Platz. Zwei Jahre sp\u00e4ter regnete es so heftig, das die Zelte im wahrsten Sinne des Wortes wegschwammen. \u00dcberhaupt ist das Wetter meist der gr\u00f6\u00dfte Feind des Lagers. So muss 1985 das komplette Lager in einer Sch\u00fctzenhalle Unterschlupf finden &#8211; der Zeltplatz stand hoffnungslos unter Wasser. 2003 war der Lagerplatz so steil, das die Grumis \u00fcber Nacht aus den Zelten rutschten \u2013 zerrissene Zelte inklusive. 2005 hingegen war es so st\u00fcrmisch, das der wei\u00dfe Riese mit f\u00fcnf Betreuern am Boden gehalten werden musste, um nicht wegzufliegen. Besonders in Erinnerung wird wohl auch der Besuch beim VfL Wolfsburg im Jahr 2007 bleiben. Auf dem benachbarten Sportplatz fand ein Freundschaftsspiel des Erstligisten statt was sich Grumis und Betreuer nicht entgehen lie\u00dfen. Anschlie\u00dfend setzten sich die Profis sogar zwischen die Grumis, denn diese hatten die Mannschaft w\u00e4hrend des Spiels ordentlich angefeuert. Der n\u00e4chste Tag wurde dann f\u00fcr einen Spontanbesuch auf Einladung von Felix Magath beim VfL freiger\u00e4umt \u2013 inklusive Autogrammen und Geburtstagsst\u00e4ndchen f\u00fcr den Trainer. Ein echter Gl\u00fccksfall und ein unvergesslicher Tag f\u00fcr das Lager. (&#8230;)<\/p>\n<h5>In acht Jahren vom G-Team ins B-Team<\/h5>\n<p><strong>Ich erinnere mich noch genau daran: 2004, mein allererstes Lager. Damals war ich 10 Jahre alt und fuhr mit meiner besten Freundin das erste Mal f\u00fcr zwei Wochen\u00a0 von zu Hause weg. Ich muss zugeben, dass ich wirklich total nerv\u00f6s war. Na klar, Worte wie \u201eSchmusi&#8220; und \u201eTop Poppen\u201c klangen f\u00fcr mich so fremd wie chinesisch. Und dann auch noch ohne Mama und Papa \u2013 was sollte das blo\u00df geben?<br \/>\nVon Carolin Schlottbom<\/strong><\/p>\n<p>R\u00fcckblickend kann ich sagen, dass es 14 Tage mit gemischten Gef\u00fchlen waren. Einerseits fand ich schon 2004 die Gel\u00e4ndespiele auf dem Platz klasse, bei denen ich mit meiner Spielgruppe \u201ewei\u00df\u201c immer versucht habe, durch Knobeln und Schnelligkeit die Aufgaben zu l\u00f6sen. Highlights wie der Tagesausflug zum Serengeti Park oder das Sch\u00fctzenfest haben die Zeit\u00a0 wie im Flug vergehen lassen. Und die Abendshows waren nat\u00fcrlich der Kn\u00fcller, aber nur, wenn die Anderen an der Reihe waren. Selber nach vorne ? Ich ? Nie im Leben! (Heute ist das auch ein bisschen anders)<\/p>\n<p>Andererseits wei\u00df ich aber auch\u00a0 noch genau, dass ich nicht selten auf Moni\u2018s (ja genau, Moni Stegger war damals noch aktive Betreuerin)\u00a0 Scho\u00df sa\u00df und sie mir ein paar \u2013 oder auch ein paar mehr &#8211; Heimwehtr\u00e4nchen aus dem Gesicht wischen musste, wenn ich mal wieder das Gef\u00fchl hatte Schneverdingen und Borken liegen ungef\u00e4hr so weit auseinander wie Mexiko und Australien. Es bedurfte einer Menge guter Ablenkungsversuche, bis ich mein Heimweh schlie\u00dflich ganz\u00a0 vergessen konnte. Au\u00dferdem kann ich mich noch daran erinnern, dass mir der K\u00fcchendienst Kopfzerbrechen bereitete. Ich sollte mit meiner Zeltgruppe f\u00fcr gut 80 Leute das Fr\u00fchst\u00fcck machen; wo doch zu Hause immer Mama mein Brot schmierte\u2026 Und wo wir gerade schon mal beim Essen sind:\u00a0 Ohne richtige Tische, einfach so auf den Oberschenkeln? Ich war damals noch so klein, dass meine F\u00fc\u00dfe kaum den Boden ber\u00fchrten, wenn ich auf den Festzeltgarnituren sa\u00df und ich somit immer Probleme hatte, mein Essen gerade auf dem Teller zu halten.<\/p>\n<p>Heute bin ich zwar auch noch nicht viel gr\u00f6\u00dfer, aber hinter mir liegen weitere drei Jahre als Grumi und seit diesem Sommer auch schon zwei Betreuerjahre im Ferienlager St. Josef. Ich habe jetzt selber Erfahrung darin, den Kindern zu helfen, nicht an zu Hause zu denken, sondern das Lagerleben in vollen Z\u00fcgen zu genie\u00dfen. (&#8230;)<\/p>\n<p><strong>Die vollst\u00e4ndigen Artikel sowie Bilder und vieles mehr aus 30 Jahren Ferienlager St. Josef findet sich in der kompletten Jubil\u00e4umszeitung in der Mediathek!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es war einmal vor 30 Jahren in einer kleinen Westf\u00e4lischen Stadt namens Borken. 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